Drittbeste Saison der Vereinsgeschichte!
Dank eines 3:1-Heimsiegs gegen den TSV Röttenbach gelang dem TSV Lonnerstadt am letzten Spieltag der Kreisliga-Saison 2024/25 noch der Sprung auf den vierten Tabellenplatz. Eine Platzierung, die zugleich die drittbeste Spielzeit in der Historie der Grün-Weißen bedeutete: Denn nur 2021/22 (Platz zwei) sowie 2008/09 (Platz vier mit etwas besserem Punkteschnitt) schloss „Loscherd“ besser ab.
Dabei hatte es zu Saisonbeginn und zwölf Punkten aus zwölf Spielen noch ganz anders ausgesehen: Schließlich befand sich Lonnerstadt zwei Partien vor Abschluss der Vorrunde und Tabellenplatz zwölf noch ganz tief im Abstiegskampf. Doch eine danach folgende, famose Serie von zehn ungeschlagenen Begegnungen mit neun Siegen und einem Remis ebnete schlussendlich den Weg für eine überaus erfolgreiche Spielzeit, die gegen Röttenbach am heimischen Sonnenhügel einen perfekten Abschluss fand.
Aber die „Abschiedspartie“ von Coach Frank Scheidel hatte zunächst denkbar schlecht begonnen: Denn dem TSV Röttenbach gehörten ganz klar die Anfangsminuten. Die zuletzt etwas kriselnden Gäste präsentierten sich kombinations- und spielsicher und gingen deshalb verdient mit 0:1 in Führung: Daniel Beck war es, der eine schöne Kombination über mehrere Stationen veredelte, als er nach einer flachen Hereingabe von Moritz Priebs am Ende nur noch seinen Fuß hinhalten musste (17.). Lonnerstadt wirkte geschockt und tat sich ungewohnt schwer, ins Spiel zu kommen. Erst gegen Ende der ersten Halbzeit wurde der heimische TSV druckvoller und zwingender im letzten Drittel, doch der letzte Pass wollte weiterhin einfach nicht ankommen. So musste es letztlich ein Standard sein, der die Heimelf „zurück ins Geschäft“ brachte: Markus Fischer zeigte seine ganze Klasse und bugsierte das Leder nach einem Freistoß von Benjamin Bär via Hackenschuss sehenswert in die Maschen – keinerlei Abwehrchance für den Gästekeeper (1:1, 45.+3).
Und dieser Treffer war sehr wichtig für die Gastgeber, die nun wieder vollends daran glaubten, das Spiel gewinnen zu können und sich dadurch den vierten Platz im Endtableau zu sichern. Allerdings sollten lange Zeit keine weiteren Tore mehr fallen – sowohl hüben wie drüben. Es schien eines dieser Spiele zu sein, in dem das nächste Tor die Entscheidung herbeiführen könnte – und so kam es dann auch. Weil auch Röttenbach beste Möglichkeiten ausließ und mehrere Hochkaräter (darunter einen Foulelfmeter) nicht zu verwerten wusste. Niklas Dotterweich gelang in Minute 80 im wahrsten Sinne des Wortes die „Befreiung“, als er einen demnach benannten Schlag von Stefan Geyer erlief, es aus gut 35 Metern einfach einmal probierte und damit Julian Baumüller böse überraschte: Dieser stand nämlich etwas zu weit vor seinem Kasten und hatte dann keine Chance mehr, den immer länger werdenden Ball abzufangen (2:1). Da Jan Kaiser kurz darauf das 3:1 draufpackte, einen starken Flankenball von Maximilian Kuly per Direktabnahme abfasste und den TSV Lonnerstadt endgültig jubeln ließ (81.), war Platz vier in trockenen Tüchern und eine klasse Saison mit einem hart erkämpften Sieg zum Abschluss nochmals von Erfolg gekrönt.
Das unterstreichen abschließend auch noch einmal ein paar Statistiken: Platz eins in der Heimtabelle, Platz zwei in der Rückrundentabelle, mit 64 Torerfolgen die drittbeste Offensive der KL1 gestellt.
Und weil zuvor bereits die „Zweite“ gewonnen hatte und nun Relegation spielen darf, die Amtszeit von Frank Scheidel ein sehr erfreuliches Ende fand und auch so jeder auf seine Kosten gekommen sein dürfte, war dies ein überaus gelungener Sonntagnachmittag am Sonnenhügel!